• 1_Damen1.jpg
  • 2_Herren1.jpg
  • 3_Damen2.jpg
  • 4_Herren2.jpg
  • 5_Damen3.jpg
  • 6_Damen4.jpg
  • 7_Damen5.jpg
  • 8_Jugend männlich gesamt.png
  • 9_Gesamt Jugend.png

Es fing richtig gut an: alle waren pünktlich am Treffpunkt und auch der Verkehr auf der Autobahn meinte es gut mit uns. Bereits nach fünfeinhalb Stunden Fahrt kamen wir ohne Probleme in der ...

20190430_U18w_P1020446.JPG

Jugendherberge an. Nach der reibungslosen Zimmerverteilung machten wir uns auf den Weg Potsdam zu erkunden. Vom Brandenburger Tor (das in Potsdam natürlich) aus schlenderten wir durch die wunderschöne Altstadt der Havelstadt. Doch nicht allzu lange, denn dann hieß es in die Halle zur Eingewöhnung. Das Abschlusstraining lief rund und wir stärkten uns gut gelaunt für die kommenden Aufgaben.

Am Samstag erhielten wir bereits bei der Eröffnung den ersten Dämpfer: wir wurden schlicht nicht aufgerufen, um einzulaufen und erst nach dramatischen Winkaktionen sichtlich beschämter Helfer durften wir dann letztendlich doch noch an der Eröffnung teilnehmen. Scherzhaft meinte die Trainerin eines anderen Vereins: „Na, die letzten werden die ersten sein!“

Und genauso begannen wir das Turnier dann auch gleich mit dem Eröffnungsspiel gegen den Gastgeber aus Potsdam, der mit einer Wildcard in das Turnier gerückt war. Das Team um Kapitänin Paula Hummel legte los wie die Feuerwehr und kam gleich gut ins Spiel. Erst gegen Ende des ersten Satzes schlichen sich dann einige leichte Fehler in unser Spiel ein, aber den Satz holten wir uns trotzdem mit 25:22. Von Anfang an liefen wir im zweiten Satz einem kleinen Rückstand hinterher, der scheinbar niemanden beunruhigte, denn das Team spielte einfach weiter und schaffte es nicht, wieder einen Gang höher zu schalten. So holte sich Potsdam mit 25:20 den Ausgleich und der Tiebreak musste entscheiden. Auch hier liefen wir sofort wieder einem Rückstand hinterher und konnten diesem trotz eines kurzen Aufbäumens am Ende nicht mehr aufholen. Der Satz ging mit 11:15 verloren und somit das Spiel an Potsdam. Nun hieß es für das Betreuerteam um Chefcoach Saskia Seimel das Team schnell wieder aufzurichten, um sich alle Chancen offen zu halten.

Gegen den SV Lohne spielten wir dann konzentriert und ließen uns in keinster Weise die Butter vom Brot nehmen. Mit 25:16 und 25:14 sicherten wir uns den Sieg und hielten weiter alles offen, zumal sich Potsdam auch gegen Wiesbaden sichtlich schwer tat und nur 2:1 gewann.


Das Spiel gegen Wiesbaden hatte es dann wieder in sich. 26:14 ging der erste Satz fast schon überragend an uns. Alles klappte und Wiesbaden fand kein Mittel gegen unsere souverän agierenden Außenangreifer. Doch fast wie ein Spiegel des ersten Spieles schalteten wir im zweiten Satz zurück und ließen Wiesbaden laufen. Erst gegen Ende verspürten wir dann das Aufbäumen, aber da hatte Wiesbaden den Satz auch schon mit 24:26 für sich entschieden. Wieder Tiebreak, doch dieses Mal wollten wir den Sieg mehr als unsere Gegner und so schien auch das 15:9 mehr als gerecht. Fazit aus der Gruppenphase: zwei Siege, eine Niederlage, Gruppenzweiter, da geht noch was.

Nun ging es in das Spiel der Spiele, in das Überkreuzspiel um den Einzug in Viertelfinale, der Gegner Laspo Rathen. Rathen hatte eben hochdramatisch das letzte Gruppenspiel verloren und war nur aufgrund des schlechteren Ballverhältnisses am Ende Gruppendritter. Und dann begann das Spiel – und wie. Wir überrollten Rathen förmlich und holten uns den ersten Satz nach Wahnsinnsaufschlägen und kaum Fehlern deutlichst mit 25:10. Alle waren sich einig, dass wir den Druck halten mussten, doch manchmal ist das leichter gesagt als getan. Ein bisschen weniger Präzision beim Aufschlag gepaart mit einer deutlich gesteigerten Fehlerquote ließen uns beinahe die Punkte mit den Händen wegwerfen. Auch hier kämpften wir uns gegen Ende nochmal ran, mussten den Satz dann aber doch mit 23:25 an Rathen abgeben. Wieder Tiebreak! Anfangs sah es noch gut aus, wir gerieten zwar ins Hintertreffen, hatten aber zum Seitenwechsel uns wieder herangespielt. Dann wieder die eine Unachtsamkeit, der andere unnötige Fehler und schwups war der Satz vorbei, leider nicht für uns. Die Enttäuschung war groß, hatten sich doch alle vorgenommen, unter die ersten acht kommen zu wollen und so wie wir über große Strecken gespielt hatten, wäre das auch mehr als verdient gewesen. Aber leider haben wir zwei Mal die Chance dazu nicht genutzt.
Nun hieß es am Sonntag aber klar: „Dann werden wir wenigstens best of the rest!“ So waren wir dann auch früh in der Halle und machten uns gründlich warm. Unser Gegner lief erst in der Halle ein, da waren wir schon beim Einspielen. Nicht unser Problem! Wir spielten fokussiert und holten uns trotz der ein oder anderen Schwächephase mit 2:0 Sätzen (25:21, 25:23) den Sieg.

Im Spiel um Platz 9 trafen wir dann auf einen alten Bekannten: der frühere Lohhofer Trainer Johannes Koch hatte es mit den Mädels vom Leistungsstützpunkt Stuttgart ebenfalls ins Spiel um Platz 9 geschafft, aber wir wollten diesen Platz deutlich mehr als Stuttgart, bei denen nicht viel zusammenlief. Nach einem fast schon an Aufgabe grenzenden ersten Satz, den wir mit 25:7 gewinnen konnten, setzt sich Stuttgart dann im zweiten Satz ein wenig mehr zur Wehr. Nichtsdestotrotz holten wir uns mit dem verdienten 25:17 auch den zweiten Satz und damit den Sieg und Platz 9.


Nach der Siegerehrung versammelte wir uns dann noch einmal, da viele von uns mit ihren Eltern die Heimreise antraten und es für einige aufgrund schulischer Herausforderungen oder wegen Auslandsaufenthalten der vorerst letzte Auftritt für Lohhof war. So floss dann auch die ein oder andere Träne. Dann brachen wir auf und konnten nach eine unproblematischen Heimfahrt gegen viertel vor elf dann melden: Lohhof, du hast uns wieder.
Für den SV Lohhof spielten Simona Dammer (Z), Natalia de Vries (AA/D), Marlene Freudenberg (L), Julia Haberl (MB), Paula Hummel (D), Chiara Lukes (AA), Lena Müller (AA), Louisa Neupärtl (D), Alessa Seeholzer (Z), Maxima Wiesmüller (MB).

Bericht: Michaela Pohl

Foto: SV Lohhof